KJT: „Zwerg Nase“ kommt als Weihnachtsmärchen auf die Bühne

KJT-Direktor Andreas Gruhn erstellt die Bühnenfassung der Weihnachtsmärchen selbst

Probenszene aus „Zwerg Nase“ // (c) Edi Szekely


Kein Weihnachten ohne Weihnachtsmärchen. Andreas Gruhn, Direktor des Dortmunder Kinder- und Jugendtheaters, hat in seinen 20 Leitungsjahren nahezu alle Weihnachtsmärchen selbst für die Bühne bearbeitet und inszeniert. In diesem Jahr liegt seiner Bühnenfassung das Märchen Zwerg Nase von Wilhelm Hauff zugrunde.

Zwerg Nase
erzählt von dem Jungen Jakob, der seinen Eltern auf dem Markt am Gemüsestand aushilft, freundlich und nett zu allen Kunden ist, bis plötzlich eine griesgrämige alte Frau an den Stand kommt und über die schlechte Ware schimpft. Jakob ärgert sich so sehr darüber, dass er über ihre hässliche Erscheinung lästert. Das wird ihm zum Verhängnis, denn die Frau entpuppt sich als Kräuterhexe, die ihn zur Strafe in einen Zwerg mit großer Nase verwandelt und gefangen hält, damit er ihr in der Küche dient. Als er mit Hilfe eines Eichhörnchens entwischen kann und ins Dorf zurückkehrt, erkennt ihn niemand. Alle hänseln ihn wegen seines Aussehens. Nun erfährt er am eigenen Leib, wie schmerzhaft das ist. Selbst seine Eltern verjagen ihn als Betrüger, auch sie beurteilen ihn nur nach seiner äußeren Gestalt. Doch Jakob weiß sich zu helfen. Um Geld zu verdienen, heuert er beim Herzog als Koch an. Denn kochen kann er, das hat er in der Küche der Kräuterhexe immerhin sehr gut gelernt. Doch als der Herzog den Fürsten Greifenstein zu Gast hat und mit kulinarischen Köstlichkeiten bewirten will, wird es für Jakob wieder brenzlig und er muss um sein Leben fürchten.

Das diesjährige Weihnachtsmärchen ist eine Geschichte in der Geschichte. Zunächst entführt es das Publikum in den fernen Orient, wo in einer Karawanserei gerne Geschichten erzählt werden. So auch das Märchen von Zwerg Nase. Und tatsächlich beginnt ein Schauspieler aus dem Jugendclub die Erzählung auf Arabisch. Das ist ein stimmungsvoller Rahmen für die Handlung, und es zeigt, wie Phantasie mühelos Grenzen überwinden kann.

Um Grenzen und Ausgrenzung geht es auch bei Jakobs Geschichte. Hauffs Märchen ist bald 200 Jahre alt und doch brandaktuell. Anders zu sein, ist heutzutage mehr denn je ein Thema“, sagt Regisseur Andreas Gruhn. Die atmosphärische Bühne, die sich blitzschnell vom Dorf zum Wald und von der Küche zum Schloss verwandeln kann, und die Kostüme hat Oliver Kostecka entworfen. Michael Kessler ist für die Musik mit einigen Songs verantwortlich. Es spielen Johanna Weißert, Bettina Zobel, Bianka Lammert, Ann-Kathrin Hinz, Thorsten Schmidt, Rainer Kleinespel, Andreas Ksienzyk, Jan Westphal, Statisten sowie Sadoun Alsinou und Anas Alfakhouri aus dem Jugendclub-Ensemble, die alternierend als Erzähler auf der Bühne stehen.

Für die Uraufführung am kommenden Donnerstag, 14. November, um 19 Uhr im Schauspielhaus gibt es noch Karten für 11 Euro (für Kinder bis 14 Jahre 6 Euro) an der Theaterkasse im Kundencenter am Platz der Alten Synagoge, unter 0231/50 27 222 und im >>Webshop.

Ab 1. Dezember bis Mitte Januar ist Zwerg Nase dann knapp 50 mal auf der Bühne im Schauspielhaus zu sehen. Für die Nachmittagstermine und rund um die Weihnachtsfeiertage gibt es noch gute Chancen auf Karten.


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